Reise-und
18 Haziran 2009 Perşembe
  4. Ziel: Namibia
Ein ganz persönlicher Eindruck vom Flug nach Namibia (Kapstadt-Walvisbay):

Auf dem Flug von Kapstadt nach Walvisbay gibt es zwei Zwischenlandungen, und zwar in Oranjemund und Lüderitz, beides Orte am Atlanitk im südlichen Namibia. Zuerst hatten wir mit 5 Personen sozusagen einen kleinen Privatjet (so klein, es gibt noch nicht einmal ein WC). Dann folgte der Stopp in Oranjemund auf einem internationalen Airport, allenfalls so groß wie ein deutscher Segelflugplatz, wo wir wegen des Einreisestempels aussteigen mussten und uns auch klar wurde, dass das quasi die einzige Verbindung zur Außenwelt dort ist, weil der Ort nur mit Genehmigung über hunderte von Kilometern Wüstenpiste durch Sperrgebiet erreichbar ist –den winzigen Flughafen durften wir deshalb auch nicht verlassen-, da hier auf den Diamantenfeldern gearbeitet wird und nur die Menschen, die etwas damit zu tun haben, in dieser Gegend leben. Krankenhausaufenthalte sind nur bedingt möglich, also ist Ausfliegen angesagt, was wir feststellten, als eine Frau nach relativ frischer OP hinter uns saß. Das war schon etwas beklemmend. Aber auch das Wetter betrachteten wir ein wenig sorgenvoll: eine dichte Nebeldecke versperrte an der Küste die Sicht und beim Aussteigen war es trotz Hochsommer und Wüste ringsum sehr kalt. In Lüderitz, dem zweiten Stopp, lugte dann doch die Sonne hervor. Den Ort, der immerhin zu den größeren gehört, konnte man in der Ferne liegen sehen, er erschien jedoch geradezu spielzeughaft bezogen auf den vom Flugplatz aus wahrgenommenen Baustil. Übrigens führt der Flug über die Namib-Wüste, von weitem kann man bei gutem Wetter Soussusfly (es gibt dort seit langem schon kein Wasser mehr) sehen. Da Besichtigungsflüge über dieses Gebiet ziemlich teuer sind, ist der Flug mit der kleinen Maschine der Air Namibia von Kapstadt nach Walvisbay eine gute Alternative dazu; man sollte vorher den Piloten bitten –unserer sprach perfekt deutsch- vorab zu informieren, wo man was sehen kann. Auf jeden Fall muss man auf der rechten Seite sitzen.


4.1. Swakopmund


(7 Stimmen)

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Der alte zu Kolonialzeiten gegründete Ort, unweit von Walvisbay, mit teils alten renovierten, teils neuen dem Stil angepassten Gebäuden strahlt etwas Nostalgisches aus, eine gewisse Beschaulichkeit. Man hat das Gefühl in Deutschland zu sein, wäre da nicht rundherum die Wüste.
Die drittgrößte Stadt des Landes liegt am Meer und hat einen langen breiten Sandstrand. In gewissen Abständen wurden Molen ins Meer gebaut, manche Stellen im Wasser sind stark mit großen Algen bewachsen. Die Hauptmole liegt windgeschützt, folglich ist das Meer hier ruhiger, so dass man gut schwimmen kann (im Sommer 20 Grad und mehr, im Winter nur 14 Grad).
Die Durchfahrtsstraßen innerorts sind sehr breit –das hängt noch mit den zu Kaisers Zeiten üblichen vielspännigen Ochsenkarren und deren Wendemöglichkeiten zusammen-, allerdings sind diese Prachtboulevards nur in der Feriensaison stärker befahren. Es gibt viele Restaurants –die Preise sind etwa halb so hoch wie hierzulande- und kleine Kunstgewerbegeschäfte.
Fast alle Weißen sprechen deutsch, einige Schwarze auch, obwohl ansonsten Englisch Staatssprache ist, afrikaans, die dritte im Bunde, hört man hier kaum, allenfalls Eingeborenensprachen. Die Himas kommen übrigens aus ihren Kraals fast splitternackt, aber mit öliger Erde als Sonnenschutz eingerieben zum Einkaufen; ihre Babys transportieren sie in verzierten Tragen, so ist dann eine Hand frei für die Plastikeinkaufstüte vom Supermarkt.
Am Strand entlang führen auch eine dicht von Palmen gesäumte Promenade sowie beleuchtete Spazierwege. Es gibt ein Hallenbad, ein Museum, eine Kristallgalerie und ein Aquarium.
Zur weiten Welt kann man in Internetcafés zu moderaten Preisen Kontakt aufnehmen.
Bekannte Leihwagenfirmen haben ihre Büros in Swakopmund.

Die Pension d`Avignon wird deutschsprachig geführt, liegt ein paar Gehminuten vom Meer und vom Zentrum entfernt und bietet den Gästen im windgeschützten Innenhof einen kleinen Pool. Das reichhaltige Frühstücksbüffet –teils mit Biokost- verspricht einen guten Start in den Tag.

4.2. Unterwegs nach Okahandja


(1 Stimme)

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Das ist heute ein kleiner Straßenort, der Stände und Werkstätten (Buden) mit Holzschnitzarbeiten, ein Museum und mehrere kleine Shoppingmals zu bieten hat und auf der Hauptstraße ins Landesinnere liegt.
Das Städtchen erinnert auch an ein ganz dunkles Gebiet der deutschen Geschichte aus Wilhelminischer Zeit, den Herero-Aufstand. Dem sogenannten Vernichtungsbefehl fielen 90000 Farbige zum Opfer.
Es empfiehlt sich über das Moonvalley (ca. 25 km hinter Swakopmund rechts) nach Okahandja zu fahren, trotz der Schotterstraßen (für die Weiterfahrt nach Welewitscha muss man vorher eine Erlaubnis einholen wegen der Diamantenminen), dann später wieder auf der Hauptstraße an der Abzweigung nach Hentjesbay links ein paar Kilometer in die Straße einzubiegen um eine gute Sicht auf die dem Matterhorn ähnelnde Spitzkoppe zu haben und anschließend von der Hauptstraße aus rechts in Richtung Groß Barmen ( erste Missionsstation, ev.) zu fahren, weil man auf der Strecke viele Tiere in freier Wildbahn antreffen kann. In Groß Barmen selber gibt es warme Quellen mit entsprechenden Bademöglichkeiten.
Die Straßen dorthin sind nicht geteert, aber gut befahrbar, vorausgesetzt, es regnet nicht.

4.3. Etosha-Park, Halali


(2 Stimmen)

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Der berühmte Wildpark ist über die Tore vor Namoutoni (Ost) oder Oukuejo (West) zu erreichen, die Registrierung findet an den Toren statt, der Eintritt muss in den Camps entrichtet werden (pro Person ca. 8 €, pro PKW ca. 1 €).
Tiere sind vorrangig von März bis Mai und von Juni bis August zu beobachten, weil sie sich dann wegen der Trockenheit zu den Wasserlöchern begeben müssen. Im Januar/Februar kann es zu heftigen Regengüssen mit Überschwemmungen kommen, sodass die Tiere keine Wasserlöcher aufsuchen, da sie Wasser und Nahrung im Überfluss haben. Folglich zeigen sie sich kaum, außerdem sind die Straßen dann öfters nahezu unpassierbar.

Die Unterkunft in Halali liegt in der Mitte des Parks, jeweils etwa 85 km vom jeweiligen Tor entfernt. Es gibt verschiedene Zimmerkategorien, selbst die einfachen sind recht luxuriös, aber das hat auch seinen Preis.. Beim Hauptrestaurant befindet sich ein großer Pool.

Ganz persönliche Reiseeindrücke (ab der Schotterpiste nach Groß Barmen):

Unterwegs gab es auf der gesamten Strecke gerade einmal 3 Farmen, wovon die letzte eigentlich das noble Forstamt Klein Barmen war. Aber was uns sehr überrascht hat, das war der Vorgeschmack auf den Etosha Park, denn uns sind einfach mal nur so einige Tiere über den Weg gelaufen, und zwar schon vorher ein riesiger Leguan und Giraffen grasten mir nichts dir nichts am Straßenrand; des Weiteren haben wir dann auf der einsamen Strecke Springböcke, Wüstengemsböcke und dergleichen erlebt, zwei Affenhorden, Warzenschweine und Perlhühner.
Am andern Tag haben wir nachmittags den Wildpark erreicht und gleich am Anfang schon einige Tiere gesehen: die uns bereits bekannten Böcke in allen Varianten, Warzenschweine, Büffel, einen Schakal, Wölfe, Zebras, Giraffen, Straußen und Perlhühner. Im Camp angekommen haben wir uns erst einmal in dem großen Pool erfrischt und uns abends noch einmal auf den Weg zur Tierbeobachtung gemacht, sind aber enttäuscht zurückgekehrt, denn scheinbar hatten sich z.B. die Nashörner, die man angeblich hier sehen kann, schon zur Ruhe begeben. Nachts prasselte auf einmal ein Weltuntergangsregen auf unser Dach und wir glaubten, dass wir, wenn der nicht bald aufhören würde, vom Rest der Welt abgeschnitten werden würden, denn es hatte ja bereits vorher schon immer wieder einmal geregnet, wie wir gehört hatten und was man an den durchweichten Böden gut sehen konnte. Das war dann letztendlich auch der Grund dafür, weshalb wir auch abends keine Tiere mehr gesehen hatten, die ja sonst bei Einbruch der Dunkelheit zu den Wasserlöchern marschieren, wo man sie an geschützten Stellen beobachten kann, denn sie hatten ja überall Wasser in Hülle und Fülle. Wir sollten mit unseren Befürchtungen bezüglich des Abgeschnittenseins fast Recht behalten, es fehlte nicht viel und wir hätten nicht mehr aus dem Park gekonnt: die Etosha-Pfanne, die tags zuvor noch eine sandig-salzige Riesenfläche war, hatte sich in einen See verwandelt, der über die Ufer trat und die Straßen überflutete, so dass das Wasser bis kurz unter die Autotür reichte.
Auf dem Rückweg, bzw. in Richtung Windhoek, sind wir über Grootfontein gefahren, wo es den größten eisenhaltigen Meteoriten der Welt gibt. Etwas weiter kann man den Waterberg, einen riesigen Tafelberg, sehen.




(2 Stimmen)

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4.4. Windhoek


(3 Stimmen)

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Die Hauptstadt Namibias liegt im Landesinnern, 1600m hoch. Das großenteils im Kolonialstil gehaltene Zentrum mit Christuskirche, Tintenpalast (heutiges Parlament), Festung, Museum, Park, Kunsthandwerkermärkten und vielen Geschäften kann man zu Fuß besichtigen.
Der Flughafen befindet sich 40 km außerhalb der Stadt. Es gibt keine Flughafenbusse, man ist auf ein Taxi oder einen Shuttle-Service angewiesen, manchmal wird man von der Autovermietung (falls man einen Leihwagen hat), als Service dorthin gebracht.

Die Pension Uhland, etwas außerhalb des Zentrums gelegen, was dennoch zu Fuß erreicht werden kann, ist unter deutscher Leitung und bietet den Gästen neben einem kleinen Pool ein gutes Frühstücksbüffet. Weitere schmackhafte Mahlzeiten können zu moderaten Preisen eingenommen werden. Die Internetverbindung reicht zum Teil bis in die Zimmer.
 
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