Reise-und
Michael Jackson Mediziner schweigen über Todesursache
Die Autopsie ist abgeschlossen, doch die wesentliche Antwort blieb aus. Die Gerichtsmediziner wollen die genaue Ursache von Jacksons Tod erst nach weiteren Tests nennen. Sein Privatarzt konnte mittlerweile vernommen werden.
Das Rätselraten um die Todesursache von Michael Jackson geht weiter: Der mit Spannung erwartete Autopsiebericht brachte noch keine Erklärung für den plötzlichen Tod des Megastars, der am Donnerstag mit 50 Jahren nach einem Herzstillstand gestorben war. Der Sprecher der Gerichtsmedizin von Los Angeles teilte am Freitagnachmittag (Ortszeit) mit, dass nach der mehrstündigen Untersuchung „weitere Tests“ notwendig seien, um die genaue Todesursache festzustellen. Ergebnisse seien erst in vier bis sechs Wochen zu erwarten.
Kein Fremdverschulden
Jackson hätte „einige verschreibungspflichtige Medikamente“ eingenommen, so die Angaben. Es gäbe aber keine Hinweise auf äußere Verletzungen oder eine willkürliche Herbeiführung des Todes. Die Leiche sollte noch am Freitagabend Jacksons Angehörigen übergeben werden.
Aus der Umgebung des Pop-Stars verlautete, Michael Jackson habe einen Herzinfarkt erlitten. Sein Bruder Jermaine Jackson sprach von einem Herzstillstand, der oft die Folge eines Infarkts ist. Zur Beantwortung der offenen Fragen zu den letzten Lebensstunden des Künstlers will die Polizei mit einem Mediziner sprechen, der am Donnerstag zum Haus Michael Jacksons in Los Angeles gerufen wurde. Die Polizei betonte, dass der Arzt nicht als Verdächtiger betrachtet werde.
Conrad Murray sei bereits am Donnerstag kurz befragt worden, teilte ein Polizeisprecher am Freitag (Ortszeit) mit. „Wir werden den Arzt noch einmal gründlich befragen, um einige offene Fragen im Zusammenhang mit Michael Jacksons Tod mit ihm zu besprechen“, sagte der Sprecher. Die Polizei hoffe, dass der Arzt dabei „über einige Dinge Aufschluss geben“ könne. Die Promi-Website TMZ berichtete am Freitag, Jackson habe rund eine Stunde vor seinem Zusammenbruch das starke Schmerzmittel Demerol gespritzt bekommen. Es hatte auch geheißen, dass der Arzt nach dem Tod Jacksons längere Zeit nicht auffindbar gewesen sei.
Verzweifelter Hilferuf
Ein Anruf bei der Notrufzentrale von Los Angeles zeigte, dass die Situation in der Umgebung Jacksons als sehr ernst betrachtet wurde. Nach einem Transkript der Aufzeichnung des Gesprächs sagte der Anrufer: „Wir haben hier einen Herrn, der Hilfe braucht und nicht mehr atmet. Er atmet nicht, und wir versuchen, ihn mit Pumpen zu beatmen, aber er tut es nicht. Er tut es nicht.“ Die Rettungssanitäter brachten Jackson in das UCLA Medical Center von Los Angeles, wo sein Tod festgestellt wurde.
In den US-Medien häufen sich Berichte über einen möglicherweise langjährigen Medikamentenmissbrauch des Sängers. Jackson habe zuletzt täglich eine Spritze mit dem morphiumähnlichen Medikament Demerol erhalten, berichtete der Internetdienst tmz.com unter Berufung auf ein „enges Mitglied“ der Jackson-Familie. Nach Angaben der Polizei konnten diese Berichte zunächst nicht bestätigt werden. Der US-Zeitschrift „People“ zufolge schritten Familienangehörige schon vor drei Jahren ein, um den Star von einem gefährlichen Tablettenkonsum abzubringen. „Die Familie glaubte, dass Michael süchtig war“, zitierte die Zeitschrift eine Quelle aus Jacksons Umfeld.
Obama würdigt die „Musik-Ikone“
Die Flut von Würdigungen von Kollegen, Freunden und Prominenten ging derweil weiter. US-Präsident Barack Obama bezeichnete Jackson als „spektakulären Künstler“ und als „Musik-Ikone“. Gleichzeitig verwies er auf die „traurigen und tragischen“ Aspekte von Jacksons Leben, berichtete der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs in Washington. Jackson werde „auf ewig in meinem Herzen weiterleben, aber das wird nicht genug sein“, sagte Hollywoodstar Elizabeth Taylor. „Ich liebte Michael mit meiner ganzen Seele und ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen“. Die 77-Jährige hatte am Donnerstag zunächst über ihren Sprecher verlauten lassen, sie sei „zu sehr am Boden zerstört“, um den Verlust in Worte zu fassen.
Fans in aller Welt setzten ihre Trauerbekundungen fort. Jacksons Stern auf dem „Hollywood Walk of Fame“ wurde am Freitag mit Blumen, Kerzen und Ballons überhäuft. Schon im Morgengrauen pilgerten Anhänger und Schaulustige zu der Stelle auf Hollywoods berühmten Bürgersteig, die dem Sänger gewidmet ist. In London trafen sich Hunderte Fans am Freitagabend zu einem gemeinsamen „Moonwalk“. Mit diesem Tanz, einem Markenzeichen Jacksons, wollten sie an den Popstar erinnern. Sie sangen und tanzten vor der U-Bahn-Station Liverpool Street im Osten der britischen Metropole zu den größten Hits des „King of Pop“. Jackson wollte in London am 13. Juli seine Comeback-Tournee starten.
Michel Jackson ??
Michel Jackson war in den 80er Jahren mit einigen seiner Stücke richtig gut. Aber danach ging es meiner Meinung nach mit Ihm kontinierlich bergab, bis er zuletzt nur noch ein trauriger Schatten seiner Selbst war. Jetzt wird leider nur noch einmal und zum letzten Mal mit seinen Werken von der MI und leider auch der "Yellow Press" richtig Kohle zu machen. Er selbst hatte nie den Hauch einer Chance zu einem richtigen, normalen Erwachsenen zu werden. Lassen wir Ihn also nun endlich in Frieden ruhen.
Hamburg bis New York - der Traum einer Schiffsreise
Am 30.8. geht es los in Hamburg: An Bord der AIDAaura erleben wir das Auslaufen aus der Hansestadt, schottische Dudelsackspieler, Geysire in Island, Eisberge in Grönland und kommen an in der Neuen Welt: Kanada empfängt uns überschwänglich und New York stellt sich wirklich als Stadt der Städte heraus. 5 Sterne für diese Tour - sehr zu empfehlen!
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Hamburg - Anreise
Der erste Urlaubstag. Über ein Jahr freuen wir uns schon auf diese besondere Reise. Um den morgigen Hochzeitstag gemütlich zu verbringen, reisen wir schon einen Tag vor Abfahrt der AIDAaura nach Hamburg. Mit Shopping, Wellness und Champagner genießen wir die Hansestadt. Abends besuchen wir mit Freunden, mit denen wir morgen an Bord gehen werden, das Alstervergnügen mit dem tollen Feuerwerk.
Hamburg - Ab an Bord
Nach einem leckeren Hochzeitstags-Frühstück unternehmen wir einen Ausflug nach Ballin-Stadt. Dieses Auswanderermuseum zeigt die Geschichte der Emigranten nach Übersee. So können wir uns auf die Passage nach New York bestens einstimmen. Glücklicherweise wird unsere Überfahrt wesentlich luxuriöser sein. Das Auslaufen um 20 Uhr ist ein fantastisches Erlebnis, 1300 Gäste und die Crew freuen sich auf die Neue Welt.
Seetag...
Auf dieser Tour haben wir eine Menge Seetage - Erholung garantiert! Doch heute steht einiges am Programm: 10:20 Uhr Seenotrettungsübung, 11:00 Frisör, 11:30 Poobrunch, 14:00 Uhr AIDA-Fans-Treffen mit Entertainment-Manager Arne. Wir sind so viele Fans, dass das Gruppenfoto auf dem Pooldeck geschossen wird :-) Unter Passagieren und Crew treffen wir viele bekannte Gesichter - diese Reise kann nur toll werden!
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Invergordon - Schottland
Im Hafen von Invergordon empfängt uns ein Dudelsack-Spieler und unser Reiseleiter ist ein echter Schotte in traditioneller Kleidung. Der heutige Ausflug führt uns nach Loch Ness. Dort besichtigen wir das Urquarth Castle und halten Ausschau nach Nessie. Trotz traumhaft schönem Wetter lässt sie sich aber nicht sehen und so fahren wir weiter nach Inverness, um Whisky zu kaufen. Nachmittags regnet es - also ab ins Pub!
Seetag
Der heutige Tag beginnt eigentlich ganz normal. Es wird zwar immer kühler, aber damit haben wir ja gerechnet. Nach einem üppigen Mittagessen absolvieren wir einen netten Cocktailworkshop mit Steffi und Bettina - danke an Junior für die gute Organisation! Wir wanken und schwanken - doch: Es liegt nicht am Alkohol! Denn ab sofort heißt es: Seetag = Seegang. Und das soll auch bis Kanada so bleiben...
Gaumenfreuden in malerischer Landschaft: Die Wachau
Während das Läuten der familieneigenen Kapelle um Punkt 6 Uhr an diesem sonnenreichen Abend vom Prandtauerhof in Joching bis zu uns hinauf zum Bildstock Maria Taferl noch leise zu hören ist,
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sitzt Karl Holzapfel auf einem Grenzstein und blickt über seine friedliche Niederösterreichische Donaulandschaft. Die freilich in früheren Zeiten nicht immer friedlich war. So schlugen sich Römer, Franken, Langobarden, das asiatische Reitervolk der Awaren und viele andere Krieger hier ihre Köpfe ein und hinterließen Burgen und Schätze. Der größte Schatz ist jedoch neben den steinernen Zeugen der Wein, den die Römer hier in Pionierleistung kultiviert haben.
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Mit Herzblut erzählt der erfolgreiche Winzer Karl Holzapfel dann auch von seinen Reben, die ausschließlich von Hand gelesen werden. Von Trauben, die auf diesen steinigen, mineralhaltigen, aber auch kalkhaltigen und schieferdurchsetzten Böden zu höchster Güte auf 14 Hektar Rebfläche reifen, die ausschließlich von ihm nach traditionellen Arbeitsmethoden bewirtschaftet werden. „Und, nach strengen Qualitätskriterien ausgewählt,“ so der engagierte Winzer, „reflektiert der daraus entstehende Wein den Charakter unserer jeweiligen Lage“.
Bevor es dann ins Gutshofrestaurant in seinen Prandtauerhof zum köstlichen Abendessen geht, schau ich auf dem Rückweg schnell noch bei Josef Leitzinger rein,
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der gerade inmitten seines alten Weinkellers mit einem Umhang sitzt, und von Liesbeth Gruber seine silbergrauen Haare geschnitten bekommt. Nach getaner Arbeit wird dann ganz selbstverständlich eine Flasche vom Selbstgekelterten geöffnet und über die Neuigkeiten im Dorf gesprochen. Ein Glas trinke ich mit und ziehe dann weiter meines Weges zu meinem nicht weit entfernten Urlaubsquartier.
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Dort, im Prandtauerhof, wartet schon ein gut gedeckter Abendbrottisch von der liebenswürdigen Barbara Holzapfel auf mich unter einem dieser luftigen Bögen, von dem ich in den schönen Innenhof blicken kann. Der berühmte Barockbaumeister Jakob Prandtauer hat dieses altehrwürdige Haus 1669 erbaut, bevor er das pompöse Stift Melk zu seiner jetzigen Schönheit ausbauen konnte, das bereits 976 Residenz der Babenberger war und seit 1089 als Sitz der Benediktiner fungiert.
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Noch heute thront das riesige Benediktinerkloster Melk mit seiner alten Privatschule aus dem 12. Jahrhundert als Eintritt in die Wachau stolz über der hübschen kleinen Stadt Melk und der Donau. Seit mehr als 1000 Jahren ist Melk ein geistliches und kulturelles Zentrum des Landes, dessen Schätze überaus pfiffig in modernem Umfeld präsentiert werden.
Von Stift Melk an veredeln architektonische Flanken über die Ruine Dürnstein bis hin zum Stift Göttweig hoch über dem Städtchen Krems das Donautal.
Mit meinem Leihwagen fahre ich von dieser gotischen Pracht Melk auf der rechten Donauseite flussabwärts,
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werfe in Schönbühel einen Blick auf das gut erhaltene Schloss, das sich in Privatbesitz befindet und nicht besichtigt werden kann. Die beiden gefährlichen Felsnasen Kuh und Kalb, die inmitten des Donauflussbettes an dieser Stelle herausragen, haben bestimmt schon zu einigen Schiffsunglücken beigetragen.
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Das Raubritternest Aggstein sehe ich schon von weitem hoch auf einem Berg thronen.
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Es hat nicht nur einen grandiosen Blick weit über die Wachau hinaus, sondern auch eine schlimme Vergangenheit.
So wurde es der Überlieferung nach den Gefangenen überlassen, ob sie verhungern oder ihrem Leben ein kurzes Ende bereiten wollten mit einem Sprung vom Felsvorsprung in den Rosengarten.
Und wer auch nicht springen wollte, der wurde kurzerhand hinunter gestossen.
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Wieder unten am Donauufer angekommen, fahre ich etwas nachdenklich über solche Grausamkeiten nach Oberarnsdorf. Und da der Donaudurchbruch mit seinen steil aufragenden Felswänden im Bereich der Wachau nur in Melk und in Krems auf einer Distanz von etwa 30 Kilometern jeweils eine Brücke zu bieten hat,
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steure ich dort die Rollfähre an, die mich nach Spitz übersetzt. Und während nach kurzer Wartezeit das über 50 Jahre alte, zwanzig Tonnen schwere Gefährt lautlos übersetzt, erklärt mir Fährmann Andreas Hubmaier, dass sein altes Schätzchen ohne jeden Antrieb fährt. Lediglich hängt es an einem hoch über der Donau gespannten Stahlseil und wird ausschließlich durch sein Steuerruder von einer Seite zur anderen in Bewegung gesetzt.
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Das die Uferszenerie vor langer Zeit noch rauer und abweisender war als heute, dass sehe ich sehr anschaulich im mächtigen Gewölbekeller des Barockschlosses Erlahof im Schifffahrtsmuseum in Spitz. Dort wird gut dargestellt, wie im 19. Jahrhundert 60 Arbeitspferde in Zweierreihen hintereinander gespannt eine Armada von Holzkähnen und auch Flöße über die Urgesteinsböden und dicht an den steil aufragenden Felsen vorbei Donau aufwärts gezogen haben. Zu jener Zeit hätten sich die schuftenden Arbeiter im Traum nicht vorstellen können, dass ihnen einmal Schiffsmotoren ihren Arbeitsplatz nehmen könnten. Auch nicht, dass ihre urgewaltige Wachau einmal ins Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen werden könnte.
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Einige Tage später stehe ich in Spitz nur einen Steinwurf von der Stelle entfernt, an der mich die nostalgische Autofähre übergesetzt hat. Dort warte ich an der Anlegestation der Brandner Schifffahrtsgesellschaft auf die im Jahre 2008 elegant renovierte MS „Austria“, mit der mich Kapitän Herbert Reisinger durch die sonnenverwöhnte Weinbauregion flussabwärts steuert. Und während kurze Zeit später mein schneeweißes Schiff durch eine Landschaft gleitet, die einem Wunschkonzert gleicht, darf ich schnell mal mit Bootsmann Rene Brandstätter einen Blick in den piksauberen, aber mächtig lauten Maschinenraum werfen und erfahre dabei, dass zwei Dieselmotoren mit einem Hubraum von 30 Litern über blitzblanke Propellerwellen das 59 Meter lange Schiff antreiben. Von der Kapitänsbrücke aus blicke ich wenig später auf die
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hoch thronende Ruine Dürnstein, die ich am Tage zuvor in der „Blauen Stunde“ fotografiert habe. Dort wurde 1193 König Richard Löwenherz gefangen gehalten und durch den Sänger Blondel befreit.
In Krems, eine der ältesten Städte Österreichs, steige ich aus und mache einen längeren Spaziergang über die Donaubrücke nach Mautern. Dort liegt inmitten schmaler Gässchen mit hübschen alten Häusern das sagenumwobene
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Landhaus Bacher, das in den fünfziger- und sechziger Jahren die beliebteste Backhendlstation der Wachau war und so bekannte Ufa-Filmstars wie Waltraud Haas und Hans Moser nach anstrengenden „Mariandl“-Drehtagen ihr Hendl genüsslich aßen. Auch heute noch ist Starköchin Lisl Wagner-Bacher mit ihrer exzellenten Küche weit über die Grenzen der Wachau hinaus bekannt. Schwiegersohn Thomas Dorfer ist seit langem an ihrer Seite.
Und dann machen mich süße Früchte neugierig, die von der EU geschützt sind. So stehe ich am nächsten Tag auf dem Marillenhof von Harald Aufreiter. Bei einem anschließenden Spaziergang vorbei an alten großen Marillenbäumen mit
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Blick hinüber zum nahe gelegenen barocken Stift Göttweig, dem „österreichischen Montecassino“, erfahre ich von ihm, dass die Marille von der EU mit dem stärksten Schutz, der GU, der geschützten Ursprungsbezeichnung, versehen ist. Ich erfahre auch, dass die Marille nicht lange lagerfähig ist. So war vor hunderten von Jahren nur ihr Geschmack ausschlaggebend und nicht eine Makellosigkeit wie die Früchte aus einem Supermarkt.
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„Wir haben keine kleinen Bäume gezüchtet, von denen man die Früchte einfach maschinell ernten kann wie in anderen Regionen. Bei uns sind die Bäume zum Teil 10 bis 12 Meter hoch und somit auch kompliziert zum Pflücken.“ Und wie Harald Aufreiter dann auch erwähnt, dass er beim Pflücken schon mal von der Leiter gefallen ist, da muss er lachen. Meint aber verschmitzt, dass ihm das besondere Aroma seiner Früchte das einfach Wert ist.
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Später, viel später, nach einem langen und guten Gespräch über falsches Veredeln, alte Marillensorten und den Umgang mit dem anfälligen Obst, sitze ich im Hof von Schwester Ilse und bekomme von ihr einen großen Teller vorgesetzt mit saftigen Marillenknödeln. Einfach köstlich!
Gut gestärkt, die Sonne geht an diesem Abend schon unter, stehe ich mit Christine Saahs inmitten ihres altehrwürdigen Nikolaihofs unter einer mächtigen, duftenden Linde. Sie erzählt mir mit leuchtenden Augen, dass wir hier auf einem Kraftplatz stehen, von dem sehr viel Energie ausgeht. Staunend betrachte ich mir die Front des Hofes mit seiner 2000 Jahre alten Geschichte. So ist die Agapit-Kapelle auf römischen Fundamenten gebaut, ein gotisches Netzrippengewölbe im Gebäudeinneren vorhanden, und vor kurzem wurde von der Familie im barocken Turm eine ferngesteuerte Funkuhr eingebaut.
7. Ziel: Kenia/Mombasa
Nairobi liegt etwa eine gute Flugstunde vom Kilimanjaro entfernt –der Flughafen ist übersichtlicher als der in Dar es Salam-, man muss aber auch hier aussteigen, das Gepäck in Empfang nehmen und das Visum ausstellen lassen (40€ oder 50 US$), danach wieder neu einchecken, und zwar, wenn man nach Mombasa weiterfliegen will, am Inlandsflughafen.
Der Flughafen von Mombasa ist ebenfalls überschaubar.
Auf der Fahrt vom Flughafen zu den Hotels im Norden passiert man Armenviertel und der unbedarfte Tourist wird darüber vermutlich entsetzt sein.
Nebenstraßen sind in einem absolut desolaten Zustand.
Viele der Touristenhotels erscheinen dagegen wie Paläste, aber dennoch entsprechen sie nicht immer dem Standard, wie es sich Europäer z.B. bei einem 5-Sterne-Hotel vorstellen. Man wird stets Mängel finden, die den Menschen dort jedoch gar nicht bewusst sind und die auch nicht behoben werden.
Außerdem wird man am Strand und andernorts unterwegs häufig angesprochen und gebeten Geld zu schenken und hört dabei die gleiche Geschichte, die zu Herzen gehen soll und die sicherlich sogar meistens ihre Berechtigung hat. Eine negative Erfahrung kann dann aber darin bestehen, wenn man sieht, wie das geschenkte Geld in Bier umgewandelt wird. Trotzdem ist die Armut sehr groß. Die Massai, die sich manchmal aus purer Not auf den weiten Weg in die Touristenzentren begeben, sind oftmals noch nicht so gewieft und freuen sich als Fotomodell posieren zu dürfen.
Im Norden von Mombasa muss man übrigens bei Aktivitäten im Meer die Gezeiten einplanen. Bei Ebbe geht das Wasser bis zum Riff zurück, was aber auch bedeutet, dass es davor bei Flut angenehm warm ist, dass man in speziellen natürlichen Pools gut schnorcheln und die Unterwasserwelt sehen kann und ein Plus ist, dass durch die schützenden Riffe keine Haigefahr besteht.
Ein typisch kenianisches Strandhotel der gehobenen Kategorie mit einem Pool gigantischen Ausmaßes ist das Paradise Hotel.
Jeder Traum geht einmal zu Ende. Wir mussten nach ein paar Tagen der Erholung in Kenia vom Schwarzen Kontinent und der Wärme dort Abschied nehmen; zu Hause erwarteten uns stattdessen noch ein paar Schneereste. Da wächst dann gleich die Vorfreude auf die nächste erlebnisreiche Tour.
6. Ziel: Tansania
Möchte man anschließend nach Kenia fliegen, so bietet es sich an einen Zwischenstopp in Tansania einzulegen um wenigstens einen Blick auf Afrikas höchsten Berg, den Kilimanjaro, zu erhaschen.
Tansania bietet neben dem schneebedeckten höchsten Berg Afrikas und schöner Küste am Indischen Ozean, Tierparks (Serengeti usw.) mit einer großen Dichte an Tieren aller Art. Allerdings ist sich das Land seiner bevorzugten Situation sehr wohl bewusst und will zugleich keinen Massentourismus, folglich liegen die Eintrittspreise für die Parks, die obligatorischen Führer, die Hütten- und Hotelübernachtungen sehr hoch.
Bereits bei der Einreise auf dem für europäische Verhältnisse chaotischen Flughafen Dar es Salam werden die Touristen kräftig zur Tasche gebeten, denn hier ist ein Visum fällig, wobei das Transitvisum nicht ausreicht, wenn man zum Kilimanjaro weiterfliegen möchte, und zwar kostet dieses Visum 50 €, wobei nur Bargeld akzeptiert wird. Es ist in diesem Falle günstiger US Dollar dabei zu haben, weil der Kurs 1:1 gerechnet wird. Außerdem muss man das Gepäck in Empfang nehmen und wieder neu einchecken, was am Transfer Desk geschieht, der sich bei „Lost and Found“ befindet und kaum als Schalter erkennbar ist.
Von Dar es Salam aus fliegt man etwas mehr als 1 ½ Stunden zum Kilimanjaro.
Dort bietet sich die Übernachtung in der KIA Airport Lodge an, das einzige sowohl in der Nähe des Flughafens als auch mit Blick auf den schneebedeckten Kilimanjaro gelegene Hotel, was natürlich aufgrund dieser erstklassigen Lage nicht günstig ist. Die fantastische Aussicht hat man von der Hotel- und Poolterrasse aus, falls der Bergriese nicht Wolken verhangen ist (in der Regenzeit ist das meistens der Fall).
Der nicht zu den Schnäppchen zählende Zwischenstopp ist insofern lohnend, wenn man sich den Superblick nicht entgehen lassen möchte.
5. Zurück in Südafrika: Johannesburg
Um wieder nach Deutschland zu fliegen oder zu anderen Zielen muss man in der Regel am Drehkreuz Johannesburg umsteigen. Folglich kann man den weiteren Abflugszeitpunkt auf den Folgetag oder auf einen noch späteren Zeitpunkt legen und hat die Möglichkeit zu einer Stadtbesichtigung.
Johannesburg, die größte Stadt Südafrikas, hat 3,2 Millionen Einwohner und wurde im Prinzip erst vor etwas mehr als 120 Jahren gegründet, als man auf die reichsten Goldvorkommen der Erde stieß. Damit wurde sie auch zum Sinnbild für das Laster und zum Konkurrenten für das puritanische Pretoria. Nach dem Burenkrieg wurde Jo´burg zum Finanz- und Industriezentrum.
Die Stadtbesichtigung sollte man vor allem bei etwas Zeitmangel mit einem Tourenunternehmer machen, der die Gäste vom Hotel holt und wieder zurückbringt, zu den Sehenswürdigkeiten fährt und wo die Eintrittspreise im Gesamtpreis inbegriffen sind. Es gibt eine größere Auswahl an Möglichkeiten von der einfachen circa 4-stündigen Stadtbesichtigung (etwa 30€ pro Person) bis zu längeren Touren, die andere Ziele (z.B. Soveto und/oder Pretoria) mit einschließen. Die in Reiseführern eher spärlichen Informationen deuten schon darauf hin, dass die Stadt nicht so viel wie andere Großstädte zu bieten hat, ein Hauptaugenmerk bei allen Besichtigungen wird auf die Apartheidsgeschichte gelegt. Trotz aller damit verbundenen erschütternden Eindrücke sollte man sich diesem wichtigen Kapitel aus der jüngsten Vergangenheit nicht entziehen.
Eine gute Aussicht über die riesige Stadt bietet die Aussichtsplattform des Carlton Centers.
Hat man nicht viel Zeit, so empfiehlt es sich ein Flughafenhotel zu wählen. Die Mittelklasse-Hotels liegen etwas außerhalb im Grünen, haben zum Teil einen Pool und halten manchmal auch Wildtiere. Mit dem Shuttleservice kann man dann bequem den Flughafen erreichen.
4. Ziel: Namibia
Ein ganz persönlicher Eindruck vom Flug nach Namibia (Kapstadt-Walvisbay):
Auf dem Flug von Kapstadt nach Walvisbay gibt es zwei Zwischenlandungen, und zwar in Oranjemund und Lüderitz, beides Orte am Atlanitk im südlichen Namibia. Zuerst hatten wir mit 5 Personen sozusagen einen kleinen Privatjet (so klein, es gibt noch nicht einmal ein WC). Dann folgte der Stopp in Oranjemund auf einem internationalen Airport, allenfalls so groß wie ein deutscher Segelflugplatz, wo wir wegen des Einreisestempels aussteigen mussten und uns auch klar wurde, dass das quasi die einzige Verbindung zur Außenwelt dort ist, weil der Ort nur mit Genehmigung über hunderte von Kilometern Wüstenpiste durch Sperrgebiet erreichbar ist –den winzigen Flughafen durften wir deshalb auch nicht verlassen-, da hier auf den Diamantenfeldern gearbeitet wird und nur die Menschen, die etwas damit zu tun haben, in dieser Gegend leben. Krankenhausaufenthalte sind nur bedingt möglich, also ist Ausfliegen angesagt, was wir feststellten, als eine Frau nach relativ frischer OP hinter uns saß. Das war schon etwas beklemmend. Aber auch das Wetter betrachteten wir ein wenig sorgenvoll: eine dichte Nebeldecke versperrte an der Küste die Sicht und beim Aussteigen war es trotz Hochsommer und Wüste ringsum sehr kalt. In Lüderitz, dem zweiten Stopp, lugte dann doch die Sonne hervor. Den Ort, der immerhin zu den größeren gehört, konnte man in der Ferne liegen sehen, er erschien jedoch geradezu spielzeughaft bezogen auf den vom Flugplatz aus wahrgenommenen Baustil. Übrigens führt der Flug über die Namib-Wüste, von weitem kann man bei gutem Wetter Soussusfly (es gibt dort seit langem schon kein Wasser mehr) sehen. Da Besichtigungsflüge über dieses Gebiet ziemlich teuer sind, ist der Flug mit der kleinen Maschine der Air Namibia von Kapstadt nach Walvisbay eine gute Alternative dazu; man sollte vorher den Piloten bitten –unserer sprach perfekt deutsch- vorab zu informieren, wo man was sehen kann. Auf jeden Fall muss man auf der rechten Seite sitzen.
4.1. Swakopmund
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Der alte zu Kolonialzeiten gegründete Ort, unweit von Walvisbay, mit teils alten renovierten, teils neuen dem Stil angepassten Gebäuden strahlt etwas Nostalgisches aus, eine gewisse Beschaulichkeit. Man hat das Gefühl in Deutschland zu sein, wäre da nicht rundherum die Wüste.
Die drittgrößte Stadt des Landes liegt am Meer und hat einen langen breiten Sandstrand. In gewissen Abständen wurden Molen ins Meer gebaut, manche Stellen im Wasser sind stark mit großen Algen bewachsen. Die Hauptmole liegt windgeschützt, folglich ist das Meer hier ruhiger, so dass man gut schwimmen kann (im Sommer 20 Grad und mehr, im Winter nur 14 Grad).
Die Durchfahrtsstraßen innerorts sind sehr breit –das hängt noch mit den zu Kaisers Zeiten üblichen vielspännigen Ochsenkarren und deren Wendemöglichkeiten zusammen-, allerdings sind diese Prachtboulevards nur in der Feriensaison stärker befahren. Es gibt viele Restaurants –die Preise sind etwa halb so hoch wie hierzulande- und kleine Kunstgewerbegeschäfte.
Fast alle Weißen sprechen deutsch, einige Schwarze auch, obwohl ansonsten Englisch Staatssprache ist, afrikaans, die dritte im Bunde, hört man hier kaum, allenfalls Eingeborenensprachen. Die Himas kommen übrigens aus ihren Kraals fast splitternackt, aber mit öliger Erde als Sonnenschutz eingerieben zum Einkaufen; ihre Babys transportieren sie in verzierten Tragen, so ist dann eine Hand frei für die Plastikeinkaufstüte vom Supermarkt.
Am Strand entlang führen auch eine dicht von Palmen gesäumte Promenade sowie beleuchtete Spazierwege. Es gibt ein Hallenbad, ein Museum, eine Kristallgalerie und ein Aquarium.
Zur weiten Welt kann man in Internetcafés zu moderaten Preisen Kontakt aufnehmen.
Bekannte Leihwagenfirmen haben ihre Büros in Swakopmund.
Die Pension d`Avignon wird deutschsprachig geführt, liegt ein paar Gehminuten vom Meer und vom Zentrum entfernt und bietet den Gästen im windgeschützten Innenhof einen kleinen Pool. Das reichhaltige Frühstücksbüffet –teils mit Biokost- verspricht einen guten Start in den Tag.
4.2. Unterwegs nach Okahandja
(1 Stimme)
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Das ist heute ein kleiner Straßenort, der Stände und Werkstätten (Buden) mit Holzschnitzarbeiten, ein Museum und mehrere kleine Shoppingmals zu bieten hat und auf der Hauptstraße ins Landesinnere liegt.
Das Städtchen erinnert auch an ein ganz dunkles Gebiet der deutschen Geschichte aus Wilhelminischer Zeit, den Herero-Aufstand. Dem sogenannten Vernichtungsbefehl fielen 90000 Farbige zum Opfer.
Es empfiehlt sich über das Moonvalley (ca. 25 km hinter Swakopmund rechts) nach Okahandja zu fahren, trotz der Schotterstraßen (für die Weiterfahrt nach Welewitscha muss man vorher eine Erlaubnis einholen wegen der Diamantenminen), dann später wieder auf der Hauptstraße an der Abzweigung nach Hentjesbay links ein paar Kilometer in die Straße einzubiegen um eine gute Sicht auf die dem Matterhorn ähnelnde Spitzkoppe zu haben und anschließend von der Hauptstraße aus rechts in Richtung Groß Barmen ( erste Missionsstation, ev.) zu fahren, weil man auf der Strecke viele Tiere in freier Wildbahn antreffen kann. In Groß Barmen selber gibt es warme Quellen mit entsprechenden Bademöglichkeiten.
Die Straßen dorthin sind nicht geteert, aber gut befahrbar, vorausgesetzt, es regnet nicht.
4.3. Etosha-Park, Halali
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Der berühmte Wildpark ist über die Tore vor Namoutoni (Ost) oder Oukuejo (West) zu erreichen, die Registrierung findet an den Toren statt, der Eintritt muss in den Camps entrichtet werden (pro Person ca. 8 €, pro PKW ca. 1 €).
Tiere sind vorrangig von März bis Mai und von Juni bis August zu beobachten, weil sie sich dann wegen der Trockenheit zu den Wasserlöchern begeben müssen. Im Januar/Februar kann es zu heftigen Regengüssen mit Überschwemmungen kommen, sodass die Tiere keine Wasserlöcher aufsuchen, da sie Wasser und Nahrung im Überfluss haben. Folglich zeigen sie sich kaum, außerdem sind die Straßen dann öfters nahezu unpassierbar.
Die Unterkunft in Halali liegt in der Mitte des Parks, jeweils etwa 85 km vom jeweiligen Tor entfernt. Es gibt verschiedene Zimmerkategorien, selbst die einfachen sind recht luxuriös, aber das hat auch seinen Preis.. Beim Hauptrestaurant befindet sich ein großer Pool.
Ganz persönliche Reiseeindrücke (ab der Schotterpiste nach Groß Barmen):
Unterwegs gab es auf der gesamten Strecke gerade einmal 3 Farmen, wovon die letzte eigentlich das noble Forstamt Klein Barmen war. Aber was uns sehr überrascht hat, das war der Vorgeschmack auf den Etosha Park, denn uns sind einfach mal nur so einige Tiere über den Weg gelaufen, und zwar schon vorher ein riesiger Leguan und Giraffen grasten mir nichts dir nichts am Straßenrand; des Weiteren haben wir dann auf der einsamen Strecke Springböcke, Wüstengemsböcke und dergleichen erlebt, zwei Affenhorden, Warzenschweine und Perlhühner.
Am andern Tag haben wir nachmittags den Wildpark erreicht und gleich am Anfang schon einige Tiere gesehen: die uns bereits bekannten Böcke in allen Varianten, Warzenschweine, Büffel, einen Schakal, Wölfe, Zebras, Giraffen, Straußen und Perlhühner. Im Camp angekommen haben wir uns erst einmal in dem großen Pool erfrischt und uns abends noch einmal auf den Weg zur Tierbeobachtung gemacht, sind aber enttäuscht zurückgekehrt, denn scheinbar hatten sich z.B. die Nashörner, die man angeblich hier sehen kann, schon zur Ruhe begeben. Nachts prasselte auf einmal ein Weltuntergangsregen auf unser Dach und wir glaubten, dass wir, wenn der nicht bald aufhören würde, vom Rest der Welt abgeschnitten werden würden, denn es hatte ja bereits vorher schon immer wieder einmal geregnet, wie wir gehört hatten und was man an den durchweichten Böden gut sehen konnte. Das war dann letztendlich auch der Grund dafür, weshalb wir auch abends keine Tiere mehr gesehen hatten, die ja sonst bei Einbruch der Dunkelheit zu den Wasserlöchern marschieren, wo man sie an geschützten Stellen beobachten kann, denn sie hatten ja überall Wasser in Hülle und Fülle. Wir sollten mit unseren Befürchtungen bezüglich des Abgeschnittenseins fast Recht behalten, es fehlte nicht viel und wir hätten nicht mehr aus dem Park gekonnt: die Etosha-Pfanne, die tags zuvor noch eine sandig-salzige Riesenfläche war, hatte sich in einen See verwandelt, der über die Ufer trat und die Straßen überflutete, so dass das Wasser bis kurz unter die Autotür reichte.
Auf dem Rückweg, bzw. in Richtung Windhoek, sind wir über Grootfontein gefahren, wo es den größten eisenhaltigen Meteoriten der Welt gibt. Etwas weiter kann man den Waterberg, einen riesigen Tafelberg, sehen.
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4.4. Windhoek
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Die Hauptstadt Namibias liegt im Landesinnern, 1600m hoch. Das großenteils im Kolonialstil gehaltene Zentrum mit Christuskirche, Tintenpalast (heutiges Parlament), Festung, Museum, Park, Kunsthandwerkermärkten und vielen Geschäften kann man zu Fuß besichtigen.
Der Flughafen befindet sich 40 km außerhalb der Stadt. Es gibt keine Flughafenbusse, man ist auf ein Taxi oder einen Shuttle-Service angewiesen, manchmal wird man von der Autovermietung (falls man einen Leihwagen hat), als Service dorthin gebracht.
Die Pension Uhland, etwas außerhalb des Zentrums gelegen, was dennoch zu Fuß erreicht werden kann, ist unter deutscher Leitung und bietet den Gästen neben einem kleinen Pool ein gutes Frühstücksbüffet. Weitere schmackhafte Mahlzeiten können zu moderaten Preisen eingenommen werden. Die Internetverbindung reicht zum Teil bis in die Zimmer.
3. Ziel: Südafrika
Gold, Diamanten und fruchtbares Farm- und fantastisches Weinland haben einst die Menschen von überall her dorthin gelockt. Nach dem Ende der Apartheid ist Südafrika zu einem Top-Reiseland geworden.
Die Jahreszeiten sind denen auf der Nordhalbkugel entgegengesetzt, was bedeutet, dass die Hauptsaison auf unseren Winter fällt und dass es in unserem Sommer z.B. in den Drakensbergen durchaus schneien kann.
Mit dem Mietwagen, mit komfortablen Bussen, per Inlandsflug und im Luxuszug kann man sich bequem von Ort zu Ort innerhalb des Landes begeben, was dreimal so groß wie Deutschland ist, und man kann in selbst einfachen Unterkünften recht gut wohnen.
3.1. Durban und Umgebung
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Von Mauritius aus bietet es sich an nach Durban zu fliegen.
Warum gerade Durban und nicht erst Johannesburg? Letzteres ist ohnehin ein Drehkreuz und musste auf der von uns geplanten Reise noch einmal angeflogen werden - also hatten wir zu dem Zeitpunkt ide Besichtigung einkalkuliert.
Durban ist die größte Stadt der Provinz Natal und die zweitgrößte von unzähligen Urlaubern gern frequentierten Stadt Südafrikas mit bedeutender Industrie und dem wichtigsten und größten Hafen an der Ostküste des Indischen Ozeans, im Westen flankiert von den Drakensbergen. Neben Spaß am Strand und im Meer (Hainetze sollen die Gefahr bannen) gibt es auch einiges zu besichtigen: Der botanische Garten, der den britischen Kolonialisten als Versuchsanstalt für die Einfuhr von Nutzpflanzen diente, weshalb dort Pflanzen aus aller Welt bestaunt werden können; das Bat-Centre am Hafen wurde mit Geldern der UNESCO zum Kulturzentrum mit Ateliers, Verkaufsräumen und zu einem Kulturrestaurant mit Speisen aus ganz Afrika umgebaut; das Natural Science Museum in der Town Hall hält eine beachtliche naturkundliche Sammlung bereit; dort befindet sich auch die Art Gallery mit zeitgenössischer südafrikanischer Kunst; des Weiteren gibt es das Local History Museum, das KwaMhule-Museum und einige andere.
Da viele Religionsgemeinschaften in Durban leben, befinden sich hier neben zahlreichen christlichen Kirchen die größte Moschee der südlichen Hemisphäre (Juma-Mosque) und der Hare Krishna Temple of Understanding sowie der Alayam Hindu Temple, der älteste und größte in Südafrika.
Auch die Natur hält im nahen Umland viele atemberaubende Schönheiten bereit, die man per Mietwagen anfahren und bewundern kann.
Was die Unterkünfte betrifft, so kann man in Durban oder unterwegs an einem der unzähligen Strände gut unterkommen.
3.2. Der Addo-Elefanten-Park
(4 Stimmen)
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Von Durban aus kann man rasch und günstig nach Port Elizabeth fliegen, was als Tor zur Garten Route gilt und von wo aus man die Route 62 befährt. Bevor man dazu aufbricht –den Wagen kann man von Deutschland aus bereits mieten-, sollte man das etwas nördlich gelegene (Küstenautobahn N2) Addo Restcamp besuchen. Die Straße zum Park zweigt unterwegs in der Nähe der Alexander-Dünen ab und ist ausgeschildert. Sie ist jedoch in nicht so gutem Zustand, deshalb kann man auch die Autobahn weiterfahren bis zur nächsten Ausfahrt und dann der Beschilderung zum Park folgen, der bald darauf quasi mit dem Hintereingang beginnt (man hat den Park vergrößert). Um dort hineingelassen zu werden, muss man den Übernachtungsvoucher vorzeigen. Man fährt dann schon eine große Strecke durch den Park, kommt nach ca.16 km an das ursprüngliche Tor, wo man sich wiederum ausweisen muss und fährt noch etwa 20 km weiter, wobei man schon einige Tiere sehen kann. Weiter im Innern laufen die Tiere, beileibe nicht nur Elefanten, sozusagen vor die Kamera.
Die Hauptstraßen im Park sind asphaltiert, das Restaurant, der Laden, der Pool, die Unterkünfte (verschiedene Kategorien) und das beleuchtete Wasserloch befinden sich im Haupteingangsbereich. Die Restaurantpreise liegen allenfalls nur ein wenig über den sonst üblichen.
3.3. Die Gardenroute
(5 Stimmen)
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Unterwegs auf der Gartenroute bis Mosselbay und weiter nach Kapstadt, für die man 5-6 Tage einplanen sollte, sind die Hauptstraßen meistens gut befahrbar, manchmal werden Reparaturen vorgenommen, wodurch längere Wartezeiten entstehen. Das Tankstellennetz ist sehr gering, ebenso liegen Restaurants weit voneinander entfernt (oder zwei/drei Lokale an einer Stelle, dann wieder eine Stunde gar nichts), man muss also das Tanken und die Verpflegung gut einplanen. Geschäfte schließen früh und Touristeninformationsbüros, wo man die Unterkünfte buchen kann, haben oftmals nicht länger als 17.00 Uhr geöffnet.
Bed&Breakfast bzw. Selfcatering-Appartments, die man, wie bereits erwähnt, einfacher über ein örtliches Fremdenverkehrsamt buchen kann, anstatt sich auf die Suche zu begeben, sind überall in den Orten zu finden, wobei die Kosten je nach Ausstattung und Lage variieren, aber für 40€ kann man sehr gut, jedoch ohne den ganz großen Luxus übernachten. Viele der familiär geführten Gästehäuser haben auch einen Pool, der jedoch meistens recht klein ist.
Hat man sich für Strecken im Landesinnern entschieden, muss man damit rechnen, dass die Straßen in Schotterpisten übergehen, die allerdings im trockenen Zustand gut befahrbar sind.. Tankstellen, Unterkünfte und Restaurants sind hier noch seltener als in dichter besiedelten Gegenden.
Auf der weiteren Strecke bieten sich Knyzna, Oudtshoorn und Barrydale als Übernachtungsorte an.
Knyzna liegt nicht nur an einer großen Lagune mit interessanter Waterfront, sondern auch abgeschirmt und natürlich geschützt vom rauen Meer aufgrund einer imposanten steilen Sandsteinklippe „The Head“. Früher hat man in der Nähe von Knyzna auch nach Gold gegraben; zwei Häuser des Minenortes wurden im Stadtzentrum originalgetreu aufgebaut unweit des Einkaufszentrums, in dem nette kleine Läden in der Fußgängerzone zum Stöbern einladen.
Übernachtung z.B. in der Self Catering Pension Lake Side in kleinen Appartements mit Kochnische. Vom Balkon aus blickt man auf den See.
Oudtshoorn entwickelte sich damals, als die Straußenfedern wichtiges Modeattribut waren, zum Weltzentrum der Straußenzucht, weil Hunderttausende dieser großen Vögel dort beheimatet waren und schließlich auch gezüchtet wurden. Aber die weitere Umgebung hat auch etwas zu bieten, und zwar eine geheimnisvolle vor Urzeiten von den San bewohnte Höhle mit gigantischen Tropfsteinformationen.
Übernachtungsvorschlag: Pension Le Roux mit komfortabel eingerichteten Zimmern, Garten und relativ großem Pool. Trotz der Ortsrandlage kann das Zentrum mit seinen Restaurants und Geschäften gut zu Fuß erreicht werden.
Der kleine Ort Barrydale in der Provinz Westkap liegt zwischen Montagu und Ladismith an der berühmten Route 62, die man gern auch einschlägt, wenn man von der Garden-Route aus weiter nach Kapstadt fahren möchte (oder umgekehrt); sie verläuft parallel zur Küste im Landesinnern. Von der Straße aus sieht man nur die grünen Berge, vielleicht noch die Obstplantagen und die Weinstöcke, begibt man sich aber in den idyllischen Ort, kann man, was künstlerisches Schaffen betrifft, so manch eine interessante Entdeckung machen...
..vor allem im Hotel The Barrydale. Leider haben nicht alle Zimmer ein eigenes Bad. Dennoch hat das kleine Hotel mit Garten und Pool ein ganz eigenes besonderes Flair.
3.4. False Bay, Kapstadt, das Kap und die Weingegend
Danach hat man die „Falsche Bucht“, die False Bay, am Kap erreicht. Wer das Meer liebt und zugleich die Weingegend, das Kap und Kapstadt selber besichtigen möchte, der sollte sich am besten in Muizenberg einquartieren und dafür 4 bis 5 Tage einplanen.
Muizenberg liegt am Ende des flachen Bereiches der Bucht, die dann in gebirgige Zonen übergeht und ist gemäß der Beschilderung oder am Meer entlang gut zu finden. Die gesamte Bucht kann meerseitig bis zum Kap mit einem Leihwagen abgefahren werden. Es werden aber auch Touren bis zum Kap, bzw. Kap Punkt angeboten.
Von Muizenberg aus (Endstation Fishhoek/Simons Bay) fährt die Metro-Line bis zu Kapstadts Hauptbahnhof. Man sollte Plätze in der ersten Klasse buchen, wenn man dieses sehr praktische Beförderungsmittel ausgewählt hat. Zum Flughafen braucht man eine halbe Stunde oder länger je nach Verkehrsaufkommen, ein Taxi dorthin kostet etwa 25€.
In Kapstadt selber gibt es viel zu erleben und zu sehen. An der berühmten Waterfront kann man einer Band lauschen, im Zentrum auf geschichtlich bedeutsamen Pfaden wandern, Museen und Kirchen besichtigen, durch Parks schlendern, natürlich auch die Berge erklimmen, den Tafelberg besteigen oder sich per Gondel auf das Plateau bringen lassen, das des Öfteren mit einem „Tafeltuch“ zugedeckt ist. Bei gutem Wetter ist die Aussicht gigantisch.
Aber auch das Kap, das Pinguin-Reservat dort in der Nähe, Robben Island oder das nahe Weinland und die Badeorte an der False Bay sind einen Besuch wert sowie die vielen Strände der Halbinsel.
Das Appartementhaus A Heavenly View in Muizenberg -kleiner Pool auf der Terrasse- bietet einen fantastischen Blick auf die Bucht, die False Bay.
2. Ziel: Mauritius
Mauritius, ebenfalls eine Perle im Indischen Ozean, liegt 2 ½ Flugstunden von den Seychellen und 4 ½ Flugstunden von Durban, Südafrika, entfernt, geografisch 800 km östlich von Süd-Madagaskar. Das Klima auf der teils flachen, teils leicht hügeligen und von einigen Bergmassiven sowie erloschenen Vulkanen, Flüssen und Wasserfällen durchzogenen grünen Insel mit einem vorgelagerten und damit vor hohen Wellen und Haien schützenden Korallengürtel ist tropisch. Als beste Reisezeit sollen die Monate von Oktober bis Mai gelten, während der übrigen Monate herrscht Regenzeit, wobei es im Norden der Insel weniger regnet. Weiße lange zu Spaziergängen einladende Sandstrände überwiegen, das Meer ist flach, klar und warm, an den Korallenbänken gibt es sehr gute Tauch- und Schnorchelreviere.
Die Bevölkerung ist hauptsächlich afrikanischen und indisch-pakistanischen, teils europäischen und chinesischen Ursprungs. Man spricht kreolisch, eine dem Französischen verwandte Sprache, französisch und englisch, was eigentlich als Staatssprache gilt. Christen, Buddhisten, Hindus und Moslems leben friedlich neben und miteinander.
Die Preise für die Verpflegung sind in den Hotels recht hoch, außerhalb um einiges niedriger. Die Souvenirs (Modeschmuck, Holzartikel usw.) stammen offensichtlich überwiegend von Bali, bzw. sind von der Art und Gestaltung her identisch, doch dort kosten sie ein Zehntel. Es wird Kleidung produziert, die in Outlet-Stores recht günstig ist. Die Insel gilt als zollfreies Gebiet für Reisende.
Das dichte Bussystem (teils sehr alte Busse) erlaubt ein preiswertes Erkunden der Insel, deren Hauptstadt Port Louis im Nordwesten liegt, während sich der Flughafen im Südosten befindet. Zwar ist durch eine Autobahn trotz der Entfernung im Prinzip eine rasche Verbindung gegeben, aber zu Hauptverkehrszeiten sind die Straßen zur Hauptstadt von allen Richtungen her stark befahren, was man bei einem Transport vom Norden zum Flughafen zurück unbedingt einkalkulieren muss.
Schöne geräumige Zimmer mit kleiner, einfacher Küchenecke (minimal ausgestattet) bietet das Hotel Le Palmiste in Strandnähe. In einem Innenhof gibt es zwei Pools, ein weiterer ist im Bau. Zum langen Sandstrand sind es 2 Minuten zu Fuß, Restaurants und Geschäfte sind ebenfalls in der Nähe.
1. Ziel: Die Seychellen
Der Flug zu den Seychellen dauert etwa 9 Stunden, eine noch halbwegs erträgliche Zeit in den engen Reihen der Economy Class um anschließend zum südlichen Afrika weiterzureisen und hier aber vorab auf dieser paradiesischen Insel einen unvergesslichen Zwischenstopp einzuplanen.
Seychellen, das klingt nicht nur wie Traumurlaub in einem idyllischen Naturparadies mit exotischem Zauber, sondern diese Inseln können das auch bieten: weiße von Palmen gesäumte und beschattete Sandstrände, kristallklares Wasser, Korallen, malerische Buchten mit den für die Inseln berühmten Granitfelsen, üppige Vegetation im Inselinnern, effektiv betriebener Umweltschutz…
Die Hauptinsel heißt Mahé, weitere kleinere und sehr kleine Inseln, teils im Privatbesitz, gruppieren sich in einem weiten Gebiet um diesen Traum im indischen Ozean herum.
Mahé ist sehr hügelig und bewaldet, die Straßen sind schmal und kurvenreich, die kleineren Inseln sind bis auf Ausnahmen autofrei. In den Buchten liegen versteckt von Palmen gesäumte Sandstrände, die erst bei Ebbe ein weitläufigeres Strandleben bieten. Sie werden von runden und zugleich imposanten Granitfelsen begrenzt. Das Meer fällt flach ab, es gibt fast überall Schnorchelreviere, die besten liegen im Süden. Die günstigste Reisezeit soll von Oktober bis Mai sein, obwohl auch in dieser Saison immer wieder mit teils sehr heftigen Regenfällen gerechnet werden muss; im Sommer der Nordhalbkugel soll das Meer hier sehr unruhig sein.
Die Bevölkerung stammt zum großen Teil aus Madagaskar, jedoch auch aus England, Frankreich, Indien und China, folglich sind hier die verschiedensten Menschenrassen zu Hause. Man spricht neben kreolisch, vor allem englisch und französisch. Die Hotelübernachtungen sind nicht günstig, wohl aber die Verpflegung. Es wird u.a, ein sehr wohlschmeckender Tee angebaut, der preiswert ist. Souvenirs dagegen sind relativ teuer.
Das einfache Mittelklasse-Hotel Le Relax hat eine großartige Lage oberhalb der Bucht von Anse Royale. Auf diese und auf das Postkartenmotiv, die kleine Insel Ile de Souris sowie auf imposante Granitfelsen kann man von der Poolterrasse aus schauen.